Aktuelles Wetter
08.02. -11/-21°C
09.02. -9/-22°C
10.02. -13/-19°C
Webcam
Webcam Brig
Brig
Energiestadt

Sie sind hier: Alpenstadt Jahr 2008 / Projekte: Gmeiwärch / Migration

Migration und Oberwallis 
Ziesetzung Aus verschiedenen Gesichtspunkten das Thema Migration (Emigration-Immigration) und Integration beleuchten.
Finanzierung Bundesamt für Migration/Kanton/Sponsoren
Trägerschaft OK
Termin Anfang September 2008
Budget CHF 40'000.00
Mitwirkende Noch offen
Zielpublikum Oberwallis
Nachhaltigkeit Tradition der gut funktionierenden Integration erhalten.
Bemerkungen Das Oberwallis ist seit Jahrhunderten Schauplatz von Emigration (Walser, Auswanderer nach Argentinien usw.) und Immigration (alemannische Besiedlung, Italiener beim Tunnelbau usw.)
"Migration"

Das Wallis - eine Geschichte von Ein- und Auswanderungen

Der Landstrich an der Rhone ist seit Jahrhunderten Schauplatz von Migrationsbewegungen: Ursprünglich keltisch besiedelt und zeitweise von Rom kolonialisiert, wanderten um das 8. Jahrhundert im heute deutschsprachigen Kantonsteil die Alemannen ein und schufen eine für diese Volksgruppe typische  Siedlungsstruktur. Die Alemannen waren geschickte Bauern und Handwerker; sie vermischten sich mit der keltische Urbevölkerung und verstanden es bald einmal, auch in höheren Lagen Landwirtschaft zu betreiben. Damit schufen sie wiederum die Voraussetzung für eine Auswanderungsbewegung im Mittelalter, als sich die aus dem Wallis stammenden Walser fast im ganzen europäischen Alpenraum niederliessen. Ortsbezeichnungen wie Vals in Graubünden, das Valsertal im österreichischen Vorarlberg oder Alagna Valsesia im italienischen Piemont zeugen davon. Die Sprache und Kultur der Walser haben sich über Jahrhunderte erhalten und bilden Gegenstand der internationalen Walserforschung.

Emigrationsbewegungen gab es aber auch nach der Entdeckung Amerikas. Vor allem im 19. Jahrhundert, als im deutschsprachigen Kantonsteil in Folge der politisch instabilen Situation (Einmarsch der Franzosen, Sonderbundskrieg) und zahlreicher Naturereignisse (Ueberschwemmungen, Erdbeben) grosse Not herrschte, war die neue Welt (namentlich Argentinien - San Jeronimo del Norte) das Ziel vieler Auswanderer aus dem Wallis.
 
Die Immigration, die Einwanderung setzte zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein. Waren es in den vorangehenden Jahrzehnten vereinzelte Familien aus dem grenznahen Italien, die sich vor allem als Händler betätigten, so folgten mit dem Bau der Eisenbahntunnels am Simplon und am Lötschberg Tausende von Arbeitern aus dem Süden, die ihre deutlichen Spuren bis auf den heutigen Tag hinterliessen.

Und schliesslich führte die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wieder zu einer Immigrationswelle: Zahlreiche Kraftwerkprojekte und der stetig wachsende Tourismus riefen nach ausländischer Arbeitskraft, ursprünglich aus dem traditionellen Rekrutierungsland Italien, später aus Portugal und aus dem Balkan. Die Industrie (Lonza) benötigt Fachleute, die aus der deutschen Schweiz immigrierten und in jüngster Zeit vermehrt auch aus dem Ausland. In der Alpenstadt Brig-Glis beträgt der Anteil der ausländischen Bevölkerung zur Zeit 12%.

Zeitgleich zu den Einwanderungsbewegungen im 20. und nunmehr 21. Jahrhundert gab und gibt es den für alpine und ländliche Gebiete typischen „brain drain" von jungen, ausgebildeten Leuten, die ihre berufliche Karriere ausserhalb des Kantons suchen und ihre Wurzeln über Wochenend- und Ferienaufenthalte pflegen.

Ziel des Projekts „Migration"

Brig-Glis Alpenstadt 2008 möchte die Migrationsbewegungen und deren Zusammenhänge durch Ausstellungen aufzeigen. Es soll damit auch zum Verständnis und zur Integration der ausländischen Bevölkerung beitragen. Ein besonderer Aspekt ist der Walserforschung zu widmen, die in Brig-Glis ein Kompetenzzentrum anstrebt. Da in weiten Teilen des Alpenraums Walser Siedlungen bestehen, ist ein direkter Zusammenhang zu den Aktivitäten der Alpenstadt Brig-Glis gegeben. Nebst Ausstellungen und Seminarien sind auch Multikulti-Feste, Treffen von Secondos und Publikationen zum Thema denkbar.

Projektorganisation

Projektleitung: Paul Otto Arnold

Druckvorschau PDF Seite weiterempfehlen
Suche
Suchen & Buchen
Ort
Anreise
Nächte Pers.
Ferienwohnung
Hotel   Zimmer
Nur online-buchbare
(c) 2008 GEMEINDE BRIG-GLIS , IMPRESSUM | DISCLAIMER | AGB | DATENSCHUTZ |