1. Was will die Ausstellung?
Wie sieht die Energieversorgung in Brig Glis und Naters in 25 Jahren aus? Braucht jeder von uns mehr Energie? Wie können wir den CO2-Ausstoss verringern? Und welche Rolle spielen unsere Gebäude dabei?
Die Sonderschau informiert über den Energie-Masterplan der Gemeinden Brig Glis und Naters. Dabei werden mögliche Energiekonzepte anhand der Entwicklung des Gebäudebestandes geprüft und beurteilt und das optimalste Energiekonzept für die Zukunft präsentiert. Die Ausstellung will ein Bewusstsein schaffen und für das Thema sensibilisieren. Dabei spricht sie die gesamte Bevölkerung an: von Schülern bis Hausbesitzern, von Laien bis Fachpersonen. Deshalb sind die Themen didaktisch aufgearbeitet, veranschaulicht und verständlich dargestellt. Die Einbettung des Themas in den persönlichen Lebensbereich ist dabei zentral: Was ist Energie, wo brauche ich sie etc. sind grundlegende Fragen, um den Masterplan überhaupt einordnen zu können. Die Sonderschau beantwortet diese elementaren Fragen als Einstieg, bevor sie sie nach und nach in den abstrakteren Kontext einfügt. Die Besucher werden anmiert, ein persönliches Bewusstsein für ihren Energieverbrauch zu entwickeln, um dies in einen grösseren Rahmen einorden zu können. Sie sollen die Ausstellung sensibilisiert verlassen und das Projekt der Gemeinden für eine nachhaltige Energiepolitik mit Goodwill unterstützen. Sie sollen aber auch ihren eigenen Energiebedarf reflektieren und mit fachlicher Unterstützung zum Handeln aufgefordert werden. Im Sinne der Nachhaltigkeit wirkt so die Ausstellung über sich hinaus (d.h. sie wirkt länger, als sie dauert).
2. Wie ist sie aufgebaut?
Der Masterplan, also das Kernthema der Ausstellung, bildet auch im dramaturgischen Ablauf den Kern. Er ist eingebettet in vier Bereiche, die vier Fragestellungen beantworten:
1. Was ist Energie? 2. Woher kommt diese Energie? 3. Wie sieht die Energie-Zukunft aus?/bzw. Was ist das Problem? 4. Was tun die Gemeinden? 5. Was können wir noch tun?
Der Besucher durchläuft die einzelnen Bereiche in chronologischer Abfolge, d.h. sie bauen didaktisch aufeinander auf. Dennoch ist jeder Bereich auch für sich allein erklärend.
Der Ausstellungsbereich Was ist Energie? hat den persönlichsten Bezug zur Thematik. Anschaulich wird hier erklärt, wo und wie wir selber im Alltag Energie verbrauchen: beim Heizen, Kühlen, Kochen, Waschen, beim Fernsehen und beim Computerspiel... Interaktiv wird der Besucher für seinen individuellen Energiebedarf sensibilisiert.
Der nächste Bereich schliesst logisch direkt an den vorderen an. Hier wird die Frage beantwortet: Woher kommt diese Energie? Thema sind die verschiedenen, herkömmlichen und alternativen Energiequellen, die auch auf Ihre CO2-Bilanz reflektiert werden. Die Energiegewinnung aus Wind, Wasser, Sonne, Biomasse usw. wird anhand von sinnlich erfahrbaren Modellen aufgezeigt. Ein Thema dieses Bereiches ist auch die Primär-, End- und Nutzenergie der verschiedenen Energiequellen.
Nach dieser grundlegenden Einführung wird dem Besucher die entscheidende Frage gestellt: Wie sieht die Energie-Zukunft aus? Integriert in die globale Thematik des CO2-Ausstosses wird das regionale Projekt Masterplan Energie vorgestellt. Animationen veranschaulichen Prognosen des steigenden Energiebedarfes auf den Gemeindegebieten. Zusätzlich werden unterschiedliche
Energiekonzepte, die auf die regionalen Bedingungen eingehen, aufgezeigt.
Das „optimale“ Energiekonzept und gleichzeitig das Kernstück der Ausstellung wird im nächsten Bereich präsentiert. Die Frage Was tun die Gemeinden? wird hier anhand eines Modells (z.B. ein 3-D-Modell der Gemeindefläche) beantwortet. Mit dem Wissen, das sich der Besucher in den vorgängigen Räumen angeeignet hat, kann er den Masterplan der Gemeinden Brig-Glis und Naters in seinen Grundzügen nachvollziehen.
Im letzten Ausstellungsbereich lautet die Frage: Was können wir noch tun? Hier wird wieder die Brücke zum persönlichen Bezug geschlagen und der Dialog gefördert. Der Besucher erfährt hier aus Expertenhand (Partner wie Suissetec, Kanton usw.) die Möglichkeiten der Gebäudedämmung, das Energiesparen zu Hause etc. und kann sich Informationen (Checklisten für Gebäudebesitzer, Flyer etc.) mit nach Hause nehmen.
3. Welche Grundsätze verfolgt die Ausstellung?
- sinnlich erfahrbar machen und in persönliches Umfeld einbetten Voraussetzung für Lernprozess - von der konkreten zur abstrakten Ebene, d.h. von der Mikro- (Einzelperson) zur Makroebene (Gesellschaft) - Dialog ermöglichen und Experteninformationen bereitstellen - begleitende Informationsmittel
|