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Sie sind hier: Alpenstadt Jahr 2008 / Projekte: Kultur / Schweizerischer Blindenbund, Benfizkonzerte zum 50-jährigen Jubiläum

Benefizkonzerte zum 50-jährigen Jubiläum 

Konzertplan

Freitag 22. August 2008 19.30 Uhr Tonhalle Zürich
Sonntag 24. August 2008 11.00 Uhr Schloss Wartegg Rorschach
Montag 25. August 2008 19.30 Uhr Elisabethenkirche Basel
Mittwoch 27. August 2008 19.30 Uhr Theatersaal Kollegium Brig

1958 – 2008: 50 Jahre Rat – Hilfe – Lichtlicke

Der Schweizerische Blindenbund (SBb), ist eine von Bund und Kanton anerkannte Selbsthilfeorganisation und feiert 2008 sein 50-jähriges Jubiläum. Für Mitglieder, Mitarbei-tende und Gäste findet ein festlicher Tag in Zürich statt. Dieser Tag ist der Auftakt für eine öffentliche Konzertreihe in der Tonhalle Zürich, im Schloss Wartegg Rorschach, in der Elisabethen Kirche Basel und im Theatersaal des Kollegiums Brig.
Es konnte das Orchester der Al Nour Wal Amal Association aus Kairo/Ägypten verpflichtet werden, dessen 34 Mitglieder – alles Frauen – blind sind. Das Orchester ist einmalig, han-delt es sich doch weltweit um das einzige Kammerorchester, welches ausschliesslich aus blinden Musikerinnen besteht. Sie erbringen eine grossartige Leistung, denn sie müssen Note für Note, Takt für Takt auswendig lernen und das Zusammenspiel ohne Blick auf den Dirigenten beherrschen. Das Orchester spielt erstmals in der Schweiz.
Ein grosser Gewinn ist die Zusammenarbeit mit Ruth Zenger-Goerner, Managerin des be-kannten Carmina Quartetts und Geschäftsführerin der Kyburgiade. Diese etablierte sich seit der Gründung 1992 längst zu einem internationalen Musikfestival der Spitzenklasse. Ruth Zenger-Goerner steht uns mit ihrer langjährigen Erfahrung ehrenamtlich zur Seite.

Gemeinsam für ein selbstständiges Leben
Der Schweizerische Blindenbund schafft Rahmenbedingungen für blinde und sehbehinderte Men-schen um ihr Leben so weit wie möglich sinnvoll, autonom und menschenwürdig zu gestalten.
Die Al Nour Wal Amal Association setzt sich ein für blinde Mädchen und Frauen, fördert die Entfaltung der persönlichen Potenziale und Begabungen.
Das Ziel beider Organisationen ist ein gemeinsames: Betroffenen wird die Chance gegeben, sich als selbstständige und vollwertige Menschen in die Gesellschaft einzugliedern.

Musik kennt keine Grenzen – sie verbindet Menschen und Kulturen
Die Konzertreihe kommt bewusst einem breiten Publikum zugute. Denn durch die Sprache der Musik können Brücken zu sehenden Menschen geschlagen und Berührungsängste ab-gebaut werden. Die blinden Musikerinnen werden sich in die Herzen der Konzertbesucher spielen und einen nachhaltigen Eindruck vermitteln.

Zielsetzung
Der verantwortungsbewusste Umgang mit Spendengeldern ist dem Schweizerischen Blin-denbund äusserst wichtig. Um die Finanzierung der Konzertreihe sicherzustellen wird des-halb Kontakt zu Partnern und Sponsoren gesucht.

Der Schweizerische Blindenbund

Der Schweizerische Blindenbund, gegründet im Juni 1958, ist eine von Bund und Kanton anerkannte, gemeinnützige Selbsthilfeorganisation. Der Verein ist parteipolitisch unabhängig und konfessionell neutral. Die Basis des Vereins bilden die Aktivmitglieder, die in den fünf autonomen Regionalgruppen Bern, Nordwestschweiz, Wallis, Ostschweiz und Zürich zusammengeschlossen sind. Die Mitglieder des Vorstandes und der Gruppenvorstände sind selber sehbehindert oder blind und arbeiten ehrenamtlich in diesen Gremien.
Das oberste Ziel gemäss unserem Leitbild ist es, sehbehinderten und blinden Menschen zu grösstmöglicher Selbstständigkeit in sozialen, materiellen und kulturellen Belangen zu verhelfen. Der Verein fördert ausserdem den gemeinnützigen Wohnungsbau; Sehbehinderte und anderweitig behinderte geniessen dabei Vorrang. Zur Erreichung der Ziele - dazu gehört auch Prävention, Forschung und Berufsbildung - wird rege mit ähnlich ausgerichteten Verbänden und Institutionen im In- und Ausland zusammengearbeitet und ge-meinsam nach Lösungsansätzen der Probleme gesucht. Auch auf politischer Ebene, ins-besondere in sozial- und verkehrspolitischen Fragen, macht sich der Schweizerische Blin-denbund stark für die Durchsetzung seiner behindertenspezifischen Anliegen.

Regionalgruppen
Bern • Nordwestschweiz • Wallis • Ostschweiz • Zürich

Beratungsstellen in
Aarau • Basel • Bern • Brig • Niederurnen • Schaffhausen • Winterthur • Zürich

Schweizerischer Blindenbund
Geschäftsstelle: Friedackerstr. 8, Postfach, 8050 Zürich
Tel. 044 317 90 00, Fax 044 317 90 01, info@blind.ch, www.blind.ch, PC 80-11151-1

 

Al Nour Wal Amal Association

Die Al Nour Wal Amal Vereinigung wurde 1954 von einer Gruppe sozial engagierter Frauen gegründet. So entstand im Nahen Osten die erste Stätte überhaupt für die schulische und berufliche Ausbildung blinder Mädchen und deren gesellschaftliche Integration. Der Hauptsitz ist in Kairo, Zweigniederlassungen gibt es in Port Said, Tanta, Beni Suef und Mansoura. Sämtliche Mitglieder und Führungskräfte der Organisation sind Freiwillige, die sich un-entgeltlich zur Verfügung stellen.

Al Nour Wal Amal setzt sich ein für blinde Mädchen und Frauen, bietet unentgeltlich Schule, Alphabetisierungsprogramme und Berufsausbildungen an, fördert die Entfaltung der persönlichen Potenziale und Begabungen, insbesondere musikalischer Art, und trägt zu einer gesunden körperlichen und geistigen Entwicklung der Betroffenen bei. Die Mädchen und Frauen erhalten somit die Chance eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln und sich als selbstständige und vollwertige Menschen in unsere Gesellschaft einzugliedern.

Die Schule

Die Schule ist für die Mädchen unentgeltlich und reicht von der Grundstufe bis zur höheren Reifeprüfung. Unterrichtet wird in Brailleschrift und mittels Tonaufnahmen. Viele Mädchen studieren nach dem Schulabschluss, etliche haben sogar einen Doktortitel erlangt.



Die Musikakademie

Die Musikakademie wurde 1961 für Mädchen mit einer besonderen musikalischen Bega-bung ins Leben gerufen. Hier laufen Schule und Musik parallel: Am Morgen besuchen die Mädchen den normalen Unterricht und am Nachmittag gehen sie in die Musikakademie,
wo man ihnen Musiktheorie, Harmonie und Notenkunde beibringt und sie ein Instrument ihrer Wahl spielen lernen. Auch ein Orchester wurde gegründet. Es ist heute das bekannteste Glied der Vereinigung. Dieses Orchester ist einmalig, handelt es sich doch weltweit um das einzige Kammerorchester, welches ausschliesslich aus blinden Musikern besteht die nicht nur klassische, sondern auch orientalische Musik interpretieren. Alle vier Instrumentenkategorien sind darin vertreten: Streich- und Holzblasinstrumente wie auch Blech - und Schlaginstrumente.
Das Orchester hat schon viele Male im Ausland gastiert, in Österreich, Deutschland, England, Schweden, Spanien, Griechenland, Japan, Thailand und Kanada, aber auch in arabischen Ländern wie Jordanien, Kuwait, Katar, Marokko oder den Arabischen Emiraten.


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